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Die Burg von Mykene. vom Palast aus kann man bis nach Argos und zum Golf von Korinth sehen - wahrscheinlich ein Grund, warum sich hier schon seit frühester Zeit menschen angesiedelt haben.

Dieses Bronzeschwert -Original in Athen - wurde im Schachtgrab IV im Grabring A gefunden.

Die Sage vom Fluch der Tantaliden mag Ausdruck der Gewalttätigkeit nicht nur nach Aussen, sondern auch gegen das eigene Umfeld und die eigene Familie sein - interessant ist es allemal nachzuverfolgen, wer wen aus welchen Gründen abschlachtet, in der Wanne ertränkt, vergewaltigt, anderen gut durchgebraten auftischt etcetc...

Tantalos tötet brät seinen eigenen Sohn Pelops im Kindesalter, um ihn den Göttern als Speise zu reichen. So will er ihre Allwissenheit herausfordern. Diese erkennen tatsächlich (fast alle) rechtzeitig, welches üble Spiel Tantalos spielt und erwecken Pelops wieder zum Leben. Die göttliche Strafe für Tantalos ist bekannt: Er steht im Tartaros in einem See, aber wird am Trinken gehindert; will er nach den über ihm hängenden Früchten greifen, wenden sich die Äste der Bäume von ihm ab. Zudem wird seine Blutlinie  verflucht.

Seine Tochter ist Niobe, die ihre Kinder durch ihren Hochmut der Letho gegenüber verliert. Pelops -  nachdem die Peloponnes benannt ist - ,der wiederbelebte Sohn, ist selber wiederum Vater des Atreus, Vater der Atriden. Auch Pelops legt sich mit den Göttern beziehungsweise mit Hermes an indem er dessen Sprössling Myrtias ins Nirvana schickt.

Menelaos zieht sich offensichtlich als einziger glimpflich aus der Affäre - wenn man von ebendieser seiner Frau mit Paris absieht. Agamemnon, sein noch berühmterer Bruder, opfert seine Tochter Iphigenie vor der Kriegsfahrt und findet sein eigenes Ende bekanntermaßen in der Badewanne. Mit Orestes und Elektra hat dann der Fluch sein Ende.

Ich empfehle in Wikipedia nach Tantaliden zu suchen, dort findet man reichlich interessanten Lesestoff...




Die Schrift der Atriden. Heute wird sie Linear-B genannt - stammt aus Kreta. Man hat dort ältere (15.-13.Jahrhundert?) Linear-B Schriften gefunden; die aus Mykene, Tiryns etc, werden auf das 13. oder 12. Jahrhundert datiert. Linear-B beinhaltet auch gegenständliche Hieroglyphen oder besser Ideogramme, der Hauptanteil sind meines Wissens aber Silbenzeichen. Entwickelt/beeinflusst ist die Schrift klar von der kretischen Linear-A. Die kurzen Striche Wort- oder Satzteiler. Linear-b wurde 1952 Michael Ventris und John Chadwick entziffert, die auch feststellten, dass es in Mykene für ein 'Urgriechisch' verdendet worden ist.



Auch in der Kunst ist der minoische Einfluss unverkennbar. Es würde mich nicht wundern, wenn dieses Fresko von kretischen Künstlern erstellt wurde. Gefunden wurde es jedoch in Mykene.





Fresko mit Lützow Farben ;-)



Ein weiteres mykenisches Fresko - man achte auf den Helm des Speerträgers ganz rechts im Bild..



..Hier das Original - ein mykenischer Eberzahn - Helm



Eine Bersteinkette aus Ostsee-Bernstein - gefunden nicht in Danzig, sondern in Mykene.




Das Löwentor gesehen von der Rückseite. Wenn ich mich richtig erinnere, wiegen Türsturz und Monolith im Entlastungsdreieck zusammen deutlich über 20 Tonnen.



Die Schachtgräber im Ring A wurden in die Stadt einbezogen. Der Ring A wurde schon von Schliemann und Dörpfeld gefunden und geht auf das 16. Jahrhundert vor Christus zurpck. Gräberrund  B - mit teils deutlich älteren Gräbern (17. Jahrh.) westich vom Löwentor gelegen - wurde erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgegraben. Diese Grabanlage ist der Beleg dafür, dass Mykene schon sehr früh eine wichtiges Zentrum auf der Halbinsel war.



Blick auf die Schachtgräber von Mykene.



Hier im "Ring A" fand Schliemann einen Großteil der Schätze



In diesem Zimmer ist Schliemann - und wir - untergekommen. Es ist interessant sich mit dem Wirt zu unterhalten, sein Urgroßvater hat eine nennenswerte Rolle bei den Ausgrabungen von Schliemann gespielt.



Mykene im Morgenlicht.